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Mind the Gap
Ausstellung von 17.07.2002 - 14.09.2002 Galerie Ariadne Wien, Bäckerstraße 6, 1010 Wien

mind the gap

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Michaela Göltl / Christa Zauner
KUNST UND KULTUR
Standard Redaktion 24. August 2002, zum Artikel


Mind the Gap!
Fotoinstallation von Michaela Göltl und Christa Zauner zwischen verschiedenen Welten und Zeitaltern

Die Ausstellung MIND THE GAP zeigt Fotoarbeiten der Wiener Künstlerinnen Michaela Göltl und Christa Zauner, die den Bruch/Übergang zwischen Bekanntem/Unbekanntem, Nahem/Fernem, Altem/Neuem und zwischen Natur und Technik erforschen. Sehgewohnheiten werden dabei spielerisch-ironisch irritiert und die BetrachterInnen dazu angeregt, übliche Wahrnehmungskonzepte zu reflektieren.Ausgangspunkt für die Fotoinstallation MIND THE GAP ist der Übergang zwischen verschiedenen Welten bzw. Zeitaltern. Durch die Kombination von Standbildern aus Science-Fiction-Filmen mit Aufnahmen aus einem Nachtzug werden ungewöhnliche Aussichten aus dem Zugfenster auf fremde Gestirne und Flugobjekte möglich. Auf den Bildschirmen der Raumschiffe werden unbekannte nächtliche Landschaften und menschenleere Bahnhöfe sichtbar, die die unwirkliche Atmosphäre einer längst vergangenen Welt besitzen. Vergangenheit und Zukunft treffen so hart aufeinander und ergeben gemeinsam eine neue Erlebniswelt. Während die Bilder der Science-Fiction-Filme und ihrer Protagonisten zur kollektiven Erfahrungswelt der westlichen Bevölkerung gehören, bleiben die gezeigten realen Orte unbekannt. Diese Aufnahmen vermitteln nur verschwommene Eindrücke, während die irrealen Welten der SF-Filme zu allgemein bekannten "Erfahrungen aus zweiter Hand" werden. „Transformationen“ Die Digitaldrucke von Michaela Göltlverbildlichen den Bruch zwischen Natur und Technik anhand des menschlichen Körpers, dessen Haut auf malerische Weise in kalt-technisch wirkende Stofflichkeiten übergeht. Assoziationen zu Prothesen, cyborgs, aber auch zu der kühlen Ästhetik von alterslosen Models der Werbung werden hervorgerufen. „Bionik - Upside Down“ Christa Zauners Fotoserie spielt mit der Schwerkraft und mit der Subjektivität von Perspektiven. Die gezeigten Personen wurden mit dem Kopf nach unten hängend aufgenommen, wodurch sich ihre Physiognomie verändert. Indem die Fotografien auf dem Kopf stehend präsentiert werden, ist nicht klar zu erkennen, was die Personen so befremdlich erscheinen lässt. Die Welt steht kopf und niemand merkt es... (red)